Diamanten als Alternative zu anderen Anlagemöglichkeiten

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    Geldanlage mit Diamanten

    Alternative Anlagemöglichkeit

     
    Es ist nicht einfach, den Preis für Diamanten herauszufinden. Denn Auflistungen über Diamantenpreise geben nur die durchschnittlichen Bewertungen von Händlern wieder. Denn jeder Stein ist einzigartig – es hängt vom Markt ab, vom Käufer und von der jeweiligen Fachkenntnis, welchen Preis er in einem bestimmten Verkaufsvorgang erzielen würde. Auch die Qualität kann unterschiedlich eingeschätzt werden: Ein Händler würde bei ein- und demselben Stein einer völlig anderen Meinung sein als ein anderer. Wenn es darum geht, über Diamanten als Geldanlage nachzudenken, dann kommen vier Faktoren zum Tragen: Wie rein ist ein Diamant (clarity)? Welche Farbe hat er (colour)? Wie ist er geschliffen (cut)? Wie schwer ist er (carat; 1 Karat ergibt 200 Milligramm)? Die Entscheidung für einen Diamanten als Kapitalanlage lohnt sich nur dann, wenn er wirklich lupenrein ist. Das meint, dass keine Unebenheiten auch bei zehnfacher Vergrößerung sichtbar sein dürfen.

    Nicht alles, was so scheint, ist ein Diamant Jedoch nicht nur die Natur bringt Kohlenstoffverbindungen hervor, die für das menschliche Auge als Diamant wirken. Chemisch können Ersatzstoffe hergestellt werden, die entweder einzelne Steine ergeben oder mit echten Diamanten nahezu verschmolzen werden. 25 t an Rohdiamanten werden jährlich rund um den Globus geschürft; 20 Prozent davon werden als Schmuckstücke gehandelt. Jedoch wie viele können als Alternative zum Festgeld betrachtet werden? Experten meinen zuweilen, dass es nur ein Prozent sämtlicher weltweit erworbener Edelsteine dieser Art sein könne, die den Zinsrechner hier ersparen.

    Wann sind Diamanten eine Alternative zu Geldanlagen? Was jedoch macht – für den Laien bereits – einen Diamanten zur ebenbürtigen Alternative zum Tagesgeld oder zu anderen Geldanlagemöglichkeiten? Zum einen sind dieses Zertifikate, nämlich des "Gemological Institute of America", abgekürzt GIA, des "Hoge Raad voor Diamant", abgekürzt HRD oder auch des "International Gemological Institute", abgekürzt IGI. Diamanten, die nicht direkt präsentiert werden und keine dieser Zertifikationen aufweisen, lohnen sich nicht zum Kauf, so weiß man. Zum anderen: Reinheit und Farbe machen den Wert von Diamanten aus. Hier bestimmen unterschiedliche Farbklassen die Einschätzung von Fachleuten, die daraus den Endpreis bestimmen. Dies können Klassifizierungen sein wie "hochfeines Weiß" und dann, je nachdem, ob eine größere Sättigung an der Farbe Gelb enthalten ist, bezeichnet man Diamanten mit dem Terminus "getöntes Weiß" oder auch nur mit dem Wort "getönt". Somit gilt, kurz gefasst: Diamanten sind – im Zusammenhang mit dem Gedanken an eine gelungene Geldanlage – nicht der Weisheit letzter Schluss, sondern es bedarf der Professionalität, der Routine, möglicherweise einer Art des sechsten Sinns – Diamanten sind keine Kapitalanlage für Laien. Es handelt sich hier um Wertobjekte, für die keine intersubjektiv nachvollziehbaren und allgemein festgelegten Wertskalen existieren – sondern dieselben Steine können als völlig unterschiedliche Investition betrachtet werden.